Wir haben Januar 2026. Vielleicht hast Du gerade auf Deine aktuelle Gasrechnung geschaut oder die Nachrichten verfolgt. Ein Thema dominiert die Schlagzeilen: Die Heizkosten. Und während wir uns über eine kleine Entlastung freuen dürfen (dazu gleich mehr), braut sich im Hintergrund ein „perfekter Sturm“ zusammen, der fossiles Heizen in den nächsten Jahren massiv verteuern wird.
Ich möchte Dir heute keine Angst machen, sondern Dir reinen Wein einschenken. Denn nur wer die Fakten kennt, kann kluge Entscheidungen für sein Zuhause treffen. Hier sind die drei Gründe, warum Gasheizungen zum Auslaufmodell werden – rein wirtschaftlich betrachtet.
Der CO2-Preis: Die Schonfrist ist vorbei
Bisher war der CO2-Preis in Deutschland wie eine Treppe: Jedes Jahr ging es eine feste Stufe nach oben. Seit diesem Monat, Januar 2026, ist das vorbei. Wir sind jetzt im sogenannten „Preiskorridor“ von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das allein macht für Dich schon ca. 1,4 bis 1,5 Cent mehr pro Kilowattstunde aus.
Aber der eigentliche Hammer kommt ab 2027/2028. Dann startet der neue europäische Emissionshandel (EU-ETS 2). Was technisch klingt, bedeutet im Klartext: Es gibt keinen festen Preisdeckel mehr. Der Markt bestimmt den Preis für Verschmutzungsrechte. Experten wie das Ariadne-Projekt oder das EWI in Köln rechnen bis 2030 mit Preisen von 120 Euro oder sogar weit darüber. Das würde die CO2-Kosten auf deiner Rechnung vervielfachen
Die Preispirale der Netzentgelte
Diesen Punkt haben die wenigsten auf dem Schirm. Unser Gasnetz kostet jedes Jahr Milliarden an Wartung und Betrieb. Diese Fixkosten werden auf alle Gaskunden umgelegt.
Das Problem: Immer mehr Haushalte wechseln zur Wärmepumpe oder schließen sich an Fernwärmenetze an. Die Zahl der Gaskunden sinkt. Die Kosten für das Netz bleiben aber gleich – und müssen von immer weniger Menschen getragen werden. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Netzentgelte für die „Übriggebliebenen“ massiv steigen. In der Fachsprache nennt man das eine „Abwärtsspirale“. Wer als Letzter noch am Gasnetz hängt, zahlt die Zeche.
LNG ist teurer als Pipeline-Gas
Wir haben uns erfolgreich von russischem Gas gelöst. Das ist gut für die Unabhängigkeit, hat aber seinen Preis. Unser Gas kommt heute oft als Flüssigerdgas (LNG) per Schiff über Terminals zu uns. Die Logistik – Verflüssigung, Transport, Regasifizierung – ist technisch aufwendig und strukturell teurer als das einfache Durchleiten durch eine Pipeline. Zudem schwankt der Preis stärker, je nach Weltmarktlage. Wir haben uns damit dauerhaft auf ein höheres Preisniveau begeben.
Der kleine Lichtblick (und warum er verpufft)
Gibt es gar keine guten Nachrichten? Doch, eine kleine. Zum 1. Januar 2026 wurde die Gasspeicherumlage abgeschafft (die Kosten trägt nun der Bund). Das spart Dir bei einem typischen Einfamilienhaus vielleicht 60 Euro im Jahr. Aber sein wir ehrlich: Diese Einsparung wird von den steigenden CO2-Preisen und den höheren Netzentgelten fast sofort wieder aufgefressen. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mein Fazit für Dich: Jetzt informieren, später profitieren
Wenn Du aktuell noch eine funktionierende Gasheizung hast: Keine Panik. Du musst nicht morgen alles herausreißen. Aber: Den Kopf in den Sand zu stecken, ist bei diesen Preisaussichten die schlechteste Strategie. Wenn Deine Heizung erst kaputt ist, hast Du oft keine Zeit mehr für einen vernünftigen Vergleich und nimmst das erstbeste (und oft teure) Angebot.
Genau hier kann ich Dich unterstützen.
Du musst Dich nicht allein durch den Dschungel aus Förderanträgen, Herstellerversprechen und Installationsbetrieben kämpfen. Ich hole für Dich passgenaue Angebote ein und wir schauen uns gemeinsam an, was für Deine Immobilie wirklich Sinn ergibt – ob Wärmepumpe, Hybridlösung oder eine Kombination mit Photovoltaik.
Lass uns einfach mal unverbindlich sprechen. Ich werfe einen Blick auf Deine aktuelle Situation und Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, wann und wie sich ein Umstieg für Dich lohnt.
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Dein Oliver Floßdorf

